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Messung beendet – Schätzung als Ergänzung

Messung beendetEnde der Messung

Die Stoppuhrerhebung ist beendet. Inzwischen haben wir für fast alle Aufgaben genügend Zeitwerte bekommen. In unserer wöchentlichen Qualitätssicherungsrunde haben wir uns für jeden Prozess, jede Aufgabe immer gefragt „Ist die Zeit und die Menge repräsentativ?“ und „Sind die Zeiten und Mengen plausibel?“ Erst wenn beide Fragen mit „Ja“ beantwortet wurden, dann wurde der neue Zeitrichtwert berechnet und für gültig erklärt. Bei einigen Aufgaben allerdings hätten wir wahrscheinlich noch Wochen weitermessen können und wären doch auf keinen repräsentativen Wert gekommen. Einfach weil es sich um einmalige, sich nicht wiederholende Tätigkeiten handelt, häufig konzeptioneller oder gestalterischer Art.

Schätzung als Ergänzung

Für diese Aufgaben und vor allem auch für neue Aufgaben ergänzen wir noch die fehlenden Bearbeitungszeiten und Kapazitätsanteile mittels Expertenschätzung. Das klingt zunächst weniger verlässlich, in der Vergangenheit aber hat sich gezeigt, dass Schätzung recht valide sind. Dabei sollte man Aufgaben in Teilschritte zergliedern und diese einzeln von Experten schätzen lassen, Schätzfehler einzelner Experten werden in der Gruppe nivelliert, Schätzfehler bei den einzelnen Teilschritten wird durch deren Aggregation nivelliert.

Neue Aufgaben schätzen

Besonders gespannt war ich auf die Schätzungen bei den neuen Aufgaben. Wir wollen ja ein neues Aufgabenfeld im Bereich Vertrieb implementieren. Die Idee ist, dass der Vertrieb  auch sogenannte Einführungsprojekte anbietet. Also Tätigkeiten, die über den reinen Verkauf rausgehen und so bisher noch nicht bei uns durchgeführt wurden. Dadurch erhoffen wir uns natürlich eine Umsatzsteigerung und auch eine Erhöhung der Kundenzufriedenheit. Diese Überlegungen lohnen sich natürlich nur, wenn im Gegenzug die Aufgaben nicht Unmengen von Kapazitäten verbrauchen. Was ich bisher an Werten gesehen habe, sah aber ganz gut aus. Die Aufgaben zu bewerten wird in den nächsten zwei Wochen Riccardo übernehmen. Er wird ja tatkräftig von Tobias unterstützt. Ich werde mich für zwei Wochen in den Urlaub verabschieden und wie immer im Sommerurlaub keine Mails lesen und auch nicht telefonisch erreichbar sein. Ist eigentlich ein bisschen Schade, es würde mich schon interessieren wie die Workshops zur Aufgabenkritik laufen, aber auf der anderen Seite würde man ja sonst nie Urlaub machen  – irgendwas ist ja immer.

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