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Anforderungsermittlung – User Story

Aufgabenkritik als Überleitung zur Anforderungsermittlung

In den letzten Tagen ist es ganz schön ruhig um mich geworden. Das lag und liegt wie bei vielen von uns im Hause an der Urlaubszeit. Ein wenig Erholung von unserem Projekt war angesagt. Na ja, Erholung wäre zu viel gesagt, zu Hause wartet die Renovierung auf mich. 1,5 Wochen sind doch manchmal zu kurz. Wie sagt man so schön „Kennst du dein Passwort noch, war der Urlaub zu kurz“. Da bin ich also wieder.

Voller Tatendrang im Büro angekommen, liegen hier die ganzen Unterlagen von Ricci. Er ist seit vielen Tagen fleißig dabei, eine Aufgabenkritik bzw. besser gesagt Aufgabenwürdigung vorzunehmen. „Zur Info“ schreibt er drauf….. Sehr witzig, als ob hier jemals etwas nur zur Info war und nicht in irgendeiner Art und Weise Arbeit mit sich gebracht hat…

Schon beim ersten Durchblättern der Unterlagen konnte ich relativ schnell erkennen, dass ich mit meiner Vermutung Recht habe.

Die IT ist Schuld – Manchmal sind es die kleinen Dinge im Leben

Wie so oft, sind es manchmal die kleinen Dinge, die das Leben oder in diesem Fall besser gesagt die Arbeit angenehm werden lassen. Oft wird nicht die Aufgabe als verbesserungswürdig, hinfällig oder falsch empfunden, sondern die Art der Ausführung bzw. die IT-Systeme, die in diesen Prozess eingebunden sind.

Mal wird Performance als Grund für lange Bearbeitungszeiten genannt, wobei der Begriff Performance eher der falsche ist. Besser treffen würde es Wartezeiten. Ich konnte mir das heute Mittag schon bei Brigitte W. am Rechner mal anschauen. Allein der Start des CRM-Systems dauert 3-5 Minuten bei Ihr. Der Wechsel der Masken pro Maske zwischen 5 und 8 Sekunden. Eigentlich relativ kleine Zeiten aber auch hier ist es wie so oft die Masse, die den Ausschlag gibt. Noch dazu, wenn es bei jeder Seite so lange dauert und im Schnitt pro Kunden mehrfach hin und hergewechselt werden muss. Da kommt bei einem Kunden schnell mal eine Zeit in Summe von 40 Sekunden rein für das Warten auf das Programm zusammen. Das ist natürlich frustrierend. Die ersten Routinen sind bereits aufgesetzt und schicken Pings auf die Server los,…. um mal zu schauen, wo der Hund verfrohren ist.

Manchmal ist die Performance allerdings Top, aber die Usability lässt zu wünschen übrig. Die Mauswege sind zu lang, Tabschleifen passen nicht. Wirklich fast ausschließlich Kleinigkeiten, die aber verhindern, dass ein flüssiges und fehlerfreies Arbeiten möglich ist.

User Story

Endlich kann ich das im Seminar Business Analyst erworbene KnowHow auch intern einmal detailliert anwenden. Wir haben unsere Anforderungen immer irgendwie dokumentiert. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, das zu ändern.

Die Anforderungen, die mir an die Technik genannt werden, werde ich versuchen in so genannten User Storys aufzunehmen. User StorySo kann IT, Fachbereich und Mitarbeiter endlich einmal eine Sprache sprechen. Ich habe eben auf dem FlipChart mal versucht, mir noch einmal ins Gedächtnis zu rufen, wie das ganze aussieht, damit ich mich nächste Woche gleich voller Energie damit beschäftigen kann. Je früher, je besser, denn die Umsetzung wird lange dauern. Gerade weil wir eben nicht nur Eigenentwicklungen, sondern zu einem großen Teil auch Standardsoftware einsetzen. Mal schauen, wie offen die Ohren der Anbieter für unsere Wünschen sind.

Mein Traum ist ja immer noch, es endlich einmal zu schaffen, gewisse Prozesse sogar als „Dunkelverarbeitung“ also sprich rein maschinell zu verarbeiten. Aber bis dahin haben wir noch einen langen Weg vor uns.

 

Vor allem müssen wir aber bedenken, dass jede Veränderung am IT-System eine (hoffentlich positive) Veränderung der Bearbeitungszeit, eventuell sogar eine komplette Veränderung des Prozesses mit sich bringen kann. Also sind unsere jetzt erhobenen Daten in naher Zukunft schon wieder veraltet.

Na ja, Montag kommt Andrea S. aus dem Urlaub wieder. Dann kann ich Ihr gleich die Nachrichten überbringen, dass Sie alte Werte hat. Na die wird sich freuen ;o)

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